Der Besuch auf dem Oktoberfest war ein Erlebnis und den Aufwand absolut wert. Nach dem Frühstück sind wir von unserem Hotel aus zur nächstgelegenen S-Bahn-Station gefahren, die 10 km entfernt liegt. Mit der S-Bahn ging es in 40 Minuten nach München hinein zur Haltestelle Hackerbrücke, von der man in einem riesigen Menschenstrom mit kurzem Fußweg zum Festgelände gelangt.
An diesem Vormittag sind viele junge Menschen unterwegs, viele Mädchen im Dirndl oder Pärchen beide in Tracht. Dass auch junge Leute das so mitmachen, hat mich einigermaßen überrascht. Man hatte den Eindruck, dass jeder, der überhaupt nur ein Dirndl besitzt, unterwegs ist. Dabei gibt es sehr schlichte, offensichtlich preiswerte Modelle, aber auch richtig hochwertige Trachten, die sehr schön anzusehen sind. Ein zweiter Eindruck kommt hinzu: halb Italien muss in München sein!
Eines hat mich traurig gemacht. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass mein Mann auf die Idee gekommen wäre, mir an meinem Geburtstag ein Lebkuchenherz vom Oktoberfest zu kaufen. Aber wie man sich denken kann, sind Männer für sowas absolut unsensibel und wenn ich eine Andeutung gemacht hätte, wäre das Herz nichts mehr wert gewesen. Also habe ich wenigstens ein Foto gemacht...
