Durch Zufall bin ich auf die Dr. Siri-Krimis von Colin Cotterill gestoßen - als Hörbücher. Sie haben mir ausgezeichnet gefallen, was nicht zuletzt daran liegt, wie sie von Jan Josef Liefers gelesen werden. Es gibt noch einen dritten Band, der zeitlich zwischen den mir jetzt bekannten liegt. Leider gibt es den (noch) nicht als Hörbuch.
Die Krimis spielen in Laos, ein wenig werden auch die Politik und Geschichte des Landes angesprochen.
Dr. Siri und seine Toten
Dr. Siri Paiboun ist 72 Jahre alt, ein einfacher Arzt – und wird wider Willen befördert: Die kommunistische Partei von Laos bestellt ihn zum einzigen Leichenbeschauer des Landes. Diese Aufgabe erledigt der kauzige Arzt mit übersinnlicher Intuition und einem französischen Pathologie- Handbuch von 1948. Hört sich komisch an? Ist es auch. Vergnüglich und skurril löst er seinen ersten Fall, den Tod der Gattin eines hohen Parteikaders.
Totentanz für Dr. Siri
Dr. Siri, der so dickköpfige wie brillante Leichenbeschauer von Laos, muss in die Provinz: Ein bizarrer Fund sorgt für Unruhe in Houaphan, einer abgelegenen Bergregion. Nach einem Erdrutsch ragt ein mumifizierter Arm aus einem frisch verlegten Betonpfad. Da der fragliche Weg zum neuen Domizil des Präsidenten führt, ist er geradezu ein Nationaldenkmal. Folglich soll Siri schnell und diskret herausfinden, warum hier offenbar ein Mann lebendig begraben wurde. Zusammen mit seiner Assistentin Dtui kommt er einer Geschichte von Liebe, Magie und Rache auf die Spur. Allerdings ist es nicht dieser Mordfall, der Siri um den Schlaf bringt. Es ist die infernalisch laute Discomusik, die jede Nacht an sein Ohr dringt. Woher kommt sie? Und warum scheint sie außer ihm niemand zu hören? Auch dieses Rätsel wird er schließlich lösen - und sogar selbst ein mitternächtliches Tänzchen wagen.