Äußerlich hat mich die Kathedrale dann doch etwas enttäuscht gegenüber dem, was ich darüber gelesen hatte. Vor allem ist sie überhaupt nicht gescheit zu fotografieren wegen der stürzenden Linien, sodass ich mich hier sehr beschränke.
Innen konnte ich keine Bilder machen. Das außergewöhnlich gestaltete Sterngewölbe ist allerdings wirklich sehenswert, weiß und dadurch sehr hell und luftig. Ich hatte Glück und geriet mitten in das kleine Orgelkonzert hinein, wobei man "klein" nur auf die Länge beziehen kann, denn der Klang der Orgel ist grandios, wobei ich nun wirklich kein Freund von Orgelmusik bin.
Die Orgel besitzt 7876 Pfeifen, sie gehört zu den größten und klangvollsten in Europa. Bilder kann man hier anschauen, auch das Sterngewölbe ist dort meist mit zu sehen.
So viel Glück kann man kaum haben, dass in den wenigen Minuten, die ich noch vom Orgelkonzert mitbekam, die Toccata und Fuge in d-moll BWV 565 erklang (das einzige Werk von Bach, das ich überhaupt beim Hören benennen kann ;-)). Ich habe mich an einen Pfeiler gelehnt, die Augen geschlossen und war vom Klang überwältigt.
Im Anschluss an die Besichtigung war ich mit meinem Mann zum Mittagessen verabredet. Er unterbrach solange seine Arbeit, kam mit dem Auto, fand mich schließlich auch und wir waren zusammen in Oliwa zum Burgeressen in einem amerikanischen Restaurant (keine der üblichen Ketten, ein RICHTIGES!). Da wir beide keinen Wert auf polnische Küche legen, suchen wir hier leckere Alternativen. Für morgen Abend habe ich schon einen Inder herausgesucht.