
Seit über 25 Jahren führe ich einen eigenen Haushalt, koche nicht besonders gerne, aber nach Auskunft all derer, die meine Mahlzeiten essen, sehr gut und lecker. Ich selbst esse sehr gerne Roastbeef, am liebsten kalt als Aufschnitt. Noch nie habe ich ein Stück Roastbeef selbst gebraten im Backofen, ich war immer zu feige dazu aus Angst, dass es zu trocken wird.
Die Niedrig-Temperatur-Bratmethode soll zwar erfolgreich sein, aber das dauert mir ja viel zu lange und der Kram mit Kerntemperatur und Bratthermometer ist auch nicht meiner. Vor einigen Tagen bin ich einem Rezept begegnet, das ich ausprobieren wollte. Dazu kommt der Umstand, dass mein Mann heute für eine Woche nach Minneapolis entflogen ist, wobei ich nicht viel für die USA übrig habe, ihn aber wie jedes Mal um die Steaks beneide, die er dort essen wird.
Fazit: Ich habe heute Morgen bei Handelshof ein Kilo Roastbeef erstanden (schließlich sollen die Zeitangaben im Rezept für ein Kilo Fleisch auch wirklichkeitsnah umgesetzt werden können). 1063 g hatte ich erwischt, das war prima.
Mein Rezept:
1 kg Roastbeef am Stück
Salz (die Meinungen sind unterschiedlich, ob man das Fleisch salzen soll vor dem Braten, ich habe es getan)
grober, schwarzer Pfeffer
Öl zum Bestreichen
1. Ofen auf 250 Grad vorheizen. Roastbeef kurz abspülen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Den (ich persönlich würde sagen "das") Bratrost mit Öl bestreichen, das Roastbeef drauf legen und in den Ofen schieben. Fettpfanne darunter setzen. 15 Minuten braten.
2. Backofen auf 180 Grad herunter schalten. Roastbeef weitere 20 - 25 Minuten garen. Ich habe 25 Minuten genommen, denn das Stück was ziemlich hoch. Dann in Folie wickeln und ca. 15 Minuten ruhen lassen.
3. Roastbeef aus der Folie nehmen, in Scheiben schneiden und servieren.
Das Ergebnis hat mich voll zufrieden gestellt. Da ich ja alleine bin, habe ich nun einige Tage leckeren Aufschnitt!