
Im Urlaub habe ich das Buch "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling gelesen. Gekommen bin ich drauf, weil die Biologielehrerin meiner Tochter den Kindern davon erzählt hat, nachdem sie es selbst gelesen hatte und sehr beeindruckt davon war. Meine Tochter erzählte mir, dass multiple Persönlichkeit ein Schwerpunkt des Buches wäre. Darüber habe ich schon in Krimis gelesen, finde das Thema interessant und habe mir deshalb das Buch gekauft.
ISBN 9783404616251 8,95 EUR bzw. 9,20 EUR in Österreich
Beschreibung auf der Rückseite: Seit frühester Kindheit erlebte Angela Lenz sexuelle Gewalt. Mit grausamen Folterungen, Drogen und Gehirnwäsche wurde sie in einer Geheimsekte zur Prostitution gezwungen und musste andere in satanistischen Ritualen quälen. Unter der Last des Unerträglichen zersplitterte ihre Seele in Dutzender von Persönlichkeiten. So überlebte sie die Schrecken. Doch die traumatischen Erlebnisse drängten an die Oberfläche. Angela machte eine Therapie, und trotz Schweigegebot und Todesdrohungen wagt sie über das zu sprechen, was man ihr und anderen angetan hat.
Das Buch empfinde ich als sehr zwiespältig. Der Inhalt, soweit er die Gewalt beschreibt, ist kaum auszuhalten und vorstellbar. Trotzdem gibt es anscheinend Erwachsene, die Kindern so etwas antun und sie damit fürs Leben zeichnen und schädigen. Das Thema multiple Persönlichkeit wird verständlich in seiner Entstehung und Funktionsweise dargestellt. Aber es erscheint fast etwas simpel und für mich bleibt am Ende doch ein zweifelndes Gefühl, ob es das so geben bzw. sich im Nachhinein so bewusst machen lassen kann.
Fazit: Ein sehr beeindruckendes Buch für Gemüter, die nicht zu zart besaitet sind.