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2012-03-15T23:21:00+01:00

Eine App fürs perfekte Ei

Veröffentlicht von Kuschelfaden

In der Küche bin ich jemand, der es gerne genau hat mit Wiegen im 1-g-Bereich (für Tee ist sogar eine Waage im Einsatz, die Hundertstelgramm anzeigt) und digitalem sekundengenauem Wecker.

Seit kurzem bin ich Besitzerin eines Tablets. Dies ist mein erstes Gerät, das einen in das Reich der Apps entführt. Zufällig bin ich auf eine App gestoßen, die sich "Ei kochen" nennt. Das hat mich neugierig gemacht, denn ich liebe typische Frühstückseier, wobei es aber eine Kunst ist, diese für den persönlichen Geschmack punktgenau zu kochen, wenn man einen Eierkocher benutzt. Der muss allerdings in unserem Haushalt sein, denn daneben zu stehen, bis das Wasser im Topf kocht und ich die Eier hinein tun kann, ist nicht mein Ding bzw. kocht mein Mann morgens die Eier und für ihn ist die klassische Ei-Koch-Methode ebenfalls nichts.

Die App verlangt drei Eingaben: zunächst die gewünschte Kerntemperatur des Ei's, die man natürlich nicht automatisch kennt und wohl erst heraus finden muss. Es gibt weich (50 bis 57 Grad), kernweich (57,5 bis 84 Grad) und hart gekocht (84,5 bis 90 Grad).

Zweiter Parameter ist das Gewicht vom Ei, wobei ich natürlich mit meiner 1-g-Waage klar im Vorteil bin ;-). Schließlich ist noch nach der Raumtemperatur des Ei's gefragt, was eine gewisse Schwierigkeit birgt, wenn man kein Thermometer in der Küche hat. Seltsamerweise bin ich im Gegensatz zu Gramm und Sekunden an Graden nicht sonderlich interessiert, auch nicht beim Wetter.

Meine Eier kommen nicht aus dem Kühlschrank, fallen also unter "Raumtemperatur", die laut App zwischen 6,5 und 24,5 Grad liegt. Darüberhinaus gibt es an Einstellungen noch Urlaub auf der Insel, wo es bis 40 Grad warm sein darf fürs Ei (an was nicht alles gedacht ist!). Für die Raumtemperatur habe ich heute Morgen die Temperatur vom Thermometer aus dem Bad "gestohlen'".

Allerdings konnte ich diese Woche die Temperatur der Eier bloß schätzen, die gerade frisch gekauft vom (kalten) Markt nach Hause kamen und hart gekocht werden sollten. Diese waren für mein Empfinden genial, so gerade hart genug fürs Aus-der-Hand-Essen, für einen Eierschneider wären sie allerdings einen Tick zu weich gewesen.

Also es gibt noch Raum zum Experimentieren, bevor ich das perfekte, immer gleiche Ei vorweisen kann. Den Eierkocher trickse ich übrigens aus, indem ich genügend Wasser einfülle und ihn ausstelle, sobald die App die Uhr bimmeln lässt. Ach ja, noch eine Unwägbarkeit muss ich einkalkulieren. Im Eierkocher ist ja zunächst kaltes Wasser, das erst kochen muss, während der Timer fürs perfekte Ei schon läuft ...

Mein Mann meinte noch, es müsse auch nach dem Luftdruck gefragt werden in der App, weil dieser ja dafür verantwortlich ist, bei welcher Temperatur Wasser kocht, aber ich schätze mal, bei der geringen Wassermenge im Eierkocher kann ich das getrost vernachlässigen ohne ein grob fahrlässig falsch gekochtes Ei zu riskieren.

Im übrigen wird mein Mann keine Eier mit App kochen, sondern sich auf den Eierkocher verlassen. Allerdings sind die Eier dann auch mal so und mal so ...

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