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2012-11-26T21:20:00+01:00

Australien - zuerst ein Fazit

Veröffentlicht von Kuschelfaden

Bevor ich einzelne Beiträge mit Fotos erstelle, gibt es erst mal ein allgemeines Fazit.

Vor der Reise schien es mir besonders interessant, Koalas und Kängurus zu sehen sowie die Parade der Zwergpinguine zu besuchen und die Great Ocean Road abzufahren. Die Realität war ganz anders.

Die Parade der Zwergpinguine anzuschauen haben wir komplett gestrichen. Wie bei allen besonders empfohlenen Touristenattraktionen war der Eintritt übermäßig teuer und schien uns nicht angemessen für das, was man zu sehen bekäme. Stattdessen sind wir einige Kilometer weiter gefahren und haben von einem erhöhten Punkt aus den Blick auf den Küstenabschnitt ohne Pinguine genießen können.

Die Befahrung der Great Ocean Road haben wir nach etwa 100 km abgebrochen. Es wäre noch mal so weit gewesen, um an die Stellen zu gelangen, die auch laut Wikipedia zu den beeindruckendsten Küstenabschnitten der Welt gehören.

Unser Eindruck war, dass der Blick auf die Küstenlandschaft und das wunderschön grünblaue Wasser nach 5 km genauso aussah wie nach 105 km und auch bei 205 km nicht so viel anders ausgesehen hätte als dass sich die Weiterfahrt lohnen würde. Auch die Aussicht auf die besonderen Felsformationen fanden wir nicht so spannend, dass wir noch Lust am Weiterfahren gehabt hätten.

Koalas haben wir im Freigehege nur schlafend im Baum gesehen, wobei man von ihrem hübschen Kopf dann gar nichts sieht. Da die Tiere nachtaktiv sind, ist das auch der Normalfall. Darüber hinaus wurde uns gesagt, dass die Tiere nachts wohl sehr laute, unangenehme Geräusche von sich geben. Sie sind bei den Leuten, die das anhören müssen, deswegen gar nicht beliebt.

Zwischen Kängurus haben wir in einem großen Freigehege spazieren und sie aus der Hand füttern können, was mein Mann übernommen hat, während ich Fotos gemacht habe. Allerdings sind nicht alle Arten wirklich hübsch und groß. In der freien Natur haben wir sie nur überfahren und tot am Straßenrand liegen sehen.

Wirklich interessant waren die Vegetation und die schnell wechselnde, sehr unterschiedliche Landschaft, wenn man mit dem Auto die 1250 km von Melbourne nach Sydney fährt. Das war faszinierend und wird einige Beiträge wert sein. Dass dies allein den Besuch nach Australien wert machen könnte, hätte ich niemals gedacht, erfordert aber auch, dass man daran Interesse hat wie vielleicht längst nicht jeder. Uns dagegen interessieren Museen absolut nicht, das mag für andere sehr wichtig sein.

Sydney war von unserer Reisebürofrau besonders empfohlen worden, sie stufte es höher als Melbourne ein. Uns hat es als Stadt überhaupt nicht gefallen. In Sydney herrscht eine sehr hektische Atmosphäre, sehr ähnlich wie die Leute in der London Underground die Rolltreppen rauf und runter jagen, als käme die nächste Stunde keine Bahn, obwohl die nächste im Takt von wenigen Minuten kommt. Melbourne dagegen repräsentiert einen anderen Teil von England: sehr britisch im positiven Sinne mit Stil, Gärten, viel mehr Ruhe, einer sehr gemütlichen und üppigen Café-Szene mit hausgemachtem Kuchen.  

Insgesamt hatten wir im Nachhinein betrachtet die Verteilung der Tage etwas ungünstig vorgenommen und hätten statt fünf Tagen besser nur drei Tage in Sydney zugebracht, dafür noch einen in Melbourne und einen mehr für die Reise dazwischen. Aber nun ja. Laut unserem Reiseführer und unserem eigenen Eindruck ist Sydney am attraktivsten, wenn man es vom Wasser aus betrachtet und das haben wir ausreichend genießen können, weil wir ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr hatten, das uns unbegrenzte Nutzung der verschiedenen Fähren erlaubte.

PhotoFancy_Australien_Auto.jpgDieses Auto hat uns etwa 3000 Kilometer begleitet vom Flughafen in Melbourne bis nach Sydney 10 Tage später. Die reine Fahrstrecke zwischen diesen beiden Städten betrug um die 1200 km, der Rest waren Ausflüge rund um Melbourne.

 

 

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